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WAS KAM AUF DEN TISCH
Vor 1860 kam im Westen zur Zeit der Pioniere, dass auf den Tisch, was da war. Der Speiseplan war folglich an das angepasst, was sich in der Wildnis fand, und sich weiterverarbeiten ließ, bis mit der Zeit, vor allem während des Goldrausches, die Infrastruktur zunahm: die Farmen warfen nach 1860 Ernteerträge ab, eine Marktwirtschaft wurde angekurbelt und man musste nach und nach, auch dank der Eisenbahn, im Westen langsam nicht mehr auf alles verzichten. In den General Stores nahm das Angebot stetig zu und der Kauf direkt beim Erzeuger war damals noch vollkommen normal. Oft waren die Menschen in ländlichen Gegenden noch Selbstversorger - Hühner, eine Kuh, ein Schwein pro Jahr zum Schlachten, Gemüsegarten und Kräuteranbau war der Standard. Dennoch gab es Herausforderungen, wie das Kühlen von Speisen, um sie länger haltbar zu machen. Dies war früher äußerst mühselig. Dass Eis Speisen und Flüssigkeit länger frisch und haltbar macht, wussten die Menschen zwar schon seit mehreren Jahrtausenden, aber die Beschaffung des Eises war äußerst beschwerlich. Daher waren andere einfacherer Methoden der Konservierung früher verbreiteter. Zu ihnen zählten das Dörren oder Trocknen, Pökeln und Zuckern, Räuchern und Abkochen von Nahrungsmitteln. Diese Vorgehensweisen waren mit ein wenig Aufwand für jeden machbar ganz im Gegensatz zum Kühlen. Dies änderte sich allmählich mit dem Vorläufer des Kühlschranks, dem Eisschrank, der auch unter dem Namen Eiskasten bekannt ist. Ein Eisschrank war im Grunde ein einfacher Schrank mit zwei Fächern. Eines war mit einem Blech isoliert und lagerte die Eisblöcke und im anderen Fach wurden die Speisen aufbewahrt. Das Eisfach war meist über dem Speisefach angeordnet und hatte einen Ablauf um das getaute Wasser ablaufen zu lassen. Die Eisblöcke wurden vom sogenannten Eismann geliefert, der große Eisblöcke in einem Kühlhaus oder Kühlkeller lagerte. Das Eis aus der kühleren Jahreszeit wurde dort für den Sommer eingelagert und dann an die Haushalte und Geschäfte verteilt. Bereits 1876 wurde der erste Kühlschrank von Carl von Linde erfunden. Im Privathaushalt kamen in den USA Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt Eiskisten auf, die jedoch noch mit maschinell erzeugtem Eis bestückt wurden. In unseren Köpfen existierendes, traditionelles Essen aus Amerika muss dazu auch nicht gleich "traditionell" um 1870 schon existiert haben. Brownies zum Beispiel wurden sehr viel spät erst eingeführt, wobei es den Napfkuchen (Muffins) recht früh in den Küchen der Siedler gab. Auch der von Heinz erfundene Ketchup gab es schon seit 1878 zu kaufen, sowie die berühmte Worecester-Sauce und die ersten Softdrinks. Überwiegend standen jedoch folgenden Dinge auf dem Speiseplan:
Einen interessanten Link zum Thema Essen bis 1860, im Bürgerkrieg gibt es hier Food during Civil War und zum Nachlesen und Informieren, welche Gerichte es bis 1878 tatsächlich gab findet ihr hier in der Timeline eine hübsche Übersicht. Wir haben uns im Lauf des Spieles zu vielen Bereichen der Ernährung unsere Gedanken gemacht und einiges für die Wiki zusammengetragen. Diese Informationen sind nur ein sehr kleiner Einblick und sollen auch nur einen kurzen Überblick einem interessierten Spieler geben. |