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Leidgeprüfte Mutter
Eingezogen am: 24.09.2015, 19:15
Letzter Besuch: 25.01.2026, 19:15
Beiträge: 185
Scout
stilles, schüchternes Mädchen, das bislang kaum auffiel, aber zunehmend gegen das strenge Regiment in seinem Elternhaus aufzubegehren beginnt
Eingezogen am: 07.08.2019, 20:41
Letzter Besuch: 30.11.2025, 13:56
Beiträge: 105
Grieving Widower
Geboren wurde ich als drittes Kind meiner Eltern. Soweit alles klar, ja? Deren Großeltern kamen über dieses große Wasser, dass sich Atlantik nennt und aus zwei Ländern, die wohl als Irland und als der deutschsprachiger Raum auf einer Landkarte zu finden sind.
Mittlerweile bin ich 39 Jahre alt und weiß von all dem nicht mehr, als alle anderen.
Besagte Großeltern kamen hierher, weil sie sich Reichtum in der neuen Welt erhofften. Tja, gefunden hatten sie Armut und Krankheit. Sind wohl nicht alt geworden. Ich kann mich zumindest nicht wirklich an sie erinnern. Meine Eltern haben oft von ihnen erzählt und auch von der entbehrlichen Überfahrt. Deswegen verstehe ich nicht, warum sie sich nicht mehr angestrengt haben. Ich für meinen Teil bin losgezogen, um diesen Reichtum für mich zu finden.
Kurze Zeit hatte ich diesen in Form meiner liebreizenden Ehefrau gefunden. Doch der Herr hat sie mir mitsamt unserem ungeborenen Kind wieder genommen. Ziellos bin ich daraufhin umhergestreift, bis mich der Wind nach Camden Village trug.
Zuerst arbeitete ich dort als Lagerarbeiter am Bahnhof, doch nun habe ich genügend Geld zusammen und auch wieder ausreichend Lebensfreude, um die leerstehende Bäckerei zu übernehmen.
Eingezogen am: 22.12.2023, 21:15
Letzter Besuch: 21.02.2026, 22:53
Beiträge: 56
it's just me and that whiskey bottle
Ich heiße Levin Wilder, dreiunddreißig Jahre alt, und mein Leben bestand immer aus Arbeit. Ich bin auf der Ranch meines Vaters in Kansas aufgewachsen, geformt von praktischer Arbeit, Vieh und endlosen Stunden im Sattel.
Ich war verheiratet, hatte ein Zuhause, eine Frau, ein Kind. Dann kam der Überfall. Viehdiebe, die wir herausgefordert hatten, überfielen die Ranch, brannten sie nieder, töteten alles, was mir lieb war. Ich überlebte nur durch Zufall, bewusstlos geschlagen, von ihnen übersehen. Seitdem trägt mich die Trauer wie einen Schatten, still, schwer, unaufhörlich.
Ich ritt nach Camden Village, nicht gezielt, ich wollte nur weit weg von Kansas, weit weg von allem, was mich zerbrochen hat. Die Prärie war endlos, die Wälder dunkel und still, die Flüsse tief und unberechenbar. Wind und Staub legen sich auf Haut, Kleidung und Seele, als wollten sie mich festhalten, mich prüfen.
Manchmal ist es, als würde die Einsamkeit selbst mich beobachten, flüstern, mich fragen, ob ich weitergehen kann. Ich höre das Schweigen um mich, lauter als jedes Wort, und spüre, wie meine Gedanken wie wilde Tiere durch den Kopf rasen – Schuld, Verlust, Wut, Leere. Ich ritt weiter, weil Stillstand schlimmer wäre, weil Überleben nicht nur ein Instinkt ist, sondern ein Kampf gegen die Schatten, die mich verfolgen.
Ich gehe nicht, um zu vergessen. Ich gehe, um zu leben. Und vielleicht, nur vielleicht, wartet in Camden Village ein Ort, an dem ich wieder atmen, arbeiten, und langsam, vorsichtig, wieder leben kann – ein Ort, an dem die Schatten der Vergangenheit nicht alles bestimmen.
Ich war verheiratet, hatte ein Zuhause, eine Frau, ein Kind. Dann kam der Überfall. Viehdiebe, die wir herausgefordert hatten, überfielen die Ranch, brannten sie nieder, töteten alles, was mir lieb war. Ich überlebte nur durch Zufall, bewusstlos geschlagen, von ihnen übersehen. Seitdem trägt mich die Trauer wie einen Schatten, still, schwer, unaufhörlich.
Ich ritt nach Camden Village, nicht gezielt, ich wollte nur weit weg von Kansas, weit weg von allem, was mich zerbrochen hat. Die Prärie war endlos, die Wälder dunkel und still, die Flüsse tief und unberechenbar. Wind und Staub legen sich auf Haut, Kleidung und Seele, als wollten sie mich festhalten, mich prüfen.
Manchmal ist es, als würde die Einsamkeit selbst mich beobachten, flüstern, mich fragen, ob ich weitergehen kann. Ich höre das Schweigen um mich, lauter als jedes Wort, und spüre, wie meine Gedanken wie wilde Tiere durch den Kopf rasen – Schuld, Verlust, Wut, Leere. Ich ritt weiter, weil Stillstand schlimmer wäre, weil Überleben nicht nur ein Instinkt ist, sondern ein Kampf gegen die Schatten, die mich verfolgen.
Ich gehe nicht, um zu vergessen. Ich gehe, um zu leben. Und vielleicht, nur vielleicht, wartet in Camden Village ein Ort, an dem ich wieder atmen, arbeiten, und langsam, vorsichtig, wieder leben kann – ein Ort, an dem die Schatten der Vergangenheit nicht alles bestimmen.
Eingezogen am: 23.01.2026, 17:31
Letzter Besuch: 23.02.2026, 07:57
Beiträge: 2