John war inzwischen guter Dinge und er wagte sogar zu hoffen, dass Emily ein gewisses Talent besaß, wenn sie nur seine drei Anweisungen befolgen würde. Natürlich gab es auch so etwas wie Anfängerglück, aber das war seiner Meinung nach schon aufgebraucht gewesen, als Emily beim Abdrücken nicht durch die Wucht der Waffe die Scheune oder den Zaun getroffen hatte. Dass Emily das ganz anders sah, kam nicht überraschend. Aber es zerrte trotzdem stark an Johns Geduld. Er seufzte tief hinter ihr, seine Position nicht aufgebend und schüttelte mit dem Kopf, was Emily jedoch nicht sehen konnte. Daher unterstrich er seinen Unbill auch gleich mit Worten: "Papperlapapp, nichts ist absurd. Das weißt du selbst," er klang weniger streng, als viel mehr verzweifelt, weil ihm langsam die Argumente ausgingen, um Emily gut zu zureden. "Bestimmt hast du vor einigen Jahren niemals zu glauben gewagt, in das Abenteuer Amerika aufzubrechen und doch bist nun hier. Und noch weniger hast du an eine Ehe mit mir geglaubt und dennoch sind wir inzwischen Mann und Frau. Also - warum soll es unmöglich sein, dass du wie alle Frauen in der Wildnis das Schießen erlernst?", es war ihm an diesem Punkt seiner Gedanken angekommen nach wie vor unvorstellbar, wie sich Emily, die inzwischen die Gefahren kennengelernt hatte, die hier draußen lauerten, noch immer so verbissen darum kämpfte, dass Waffen nur in die Hände eines Mannes gehörten. Hätten alle Frauen des Westens so gedacht, hätten es die Pioniere vor ihnen niemals so weit gebracht. Oder im Krieg. Er war so gnädig es auf ihre Herkunft zu schieben. Im feinen England, in einer Stadt wie London, in Anstellung einer Adelsfamilie oder eines reichen Unternehmers waren Waffen in der Hand einer jungen Frau sicher - absurd.
"Versuch es einfach. Und gib dein Bestes," sagte er abschließend und hielt seine Hände nach wie vor unterstützend unter ihren Armen hindurch nach vorne ausgestreckt, dicht hinter ihr, um da zu sein, sollte dennoch etwas schief gehen. Er ließ ihr Zeit, verlor kein Wort mehr und gab ihr den Raum sich zu konzentrieren. Sie sollte dann abdrücken, wann immer sie sich dazu bereit fühlte. Nur einmal korrigierte er leicht ihre Armhaltung und machte sich dann innerlich darauf gefasst, dass sie gleich wieder gegen ihn stoßen würde. Doch zu seiner Überraschung, kaum zerriss der nächste Schuss die Stille, geriet Emily kaum aus dem Gleichgewicht. Die angezielte Dose blieb zwar stehen, aber für den Bruchteil einer Sekunde hatte dafür eine andere leicht gewackelt.
Ihr Hinweis auf das verfehlte Ziel war eigentlich gar nicht nötig und John grübelte darüber nach, ob sie sich nicht sogar ein wenig darüber freute, weil ihr diese Tatsache recht gab und weniger in Johns Karten spielte. Er zog eine Braue tief und brummte ein "Offensichtlich" und verstummte danach. Es war ein Anfang. Und sie stellte sich gar nicht so dumm dabei an, wie zunächst befürchtet. Und ihr Protest war verstummt. "Aber es wird besser," holte er rasch das versäumte Lob nach. "Siehst du? Du stehst noch auf deinen Füßen und du bist gar nicht gegen mich getaumelt. Ich finde, noch ein Schuss, dann wechseln wir die Waffe. Das Gewehr ist schwerer und umständlicher, aber oft die einzige greifbare Waffe in einem Haus und sie ist viel effektiver, als die kleine Kugel aus dem Revolver. Vor allem wenn man auf Outlaws zielen muss.", mahnte er leise an ihre Erfahrung mit der Walton-Gang.
"Versuch es einfach. Und gib dein Bestes," sagte er abschließend und hielt seine Hände nach wie vor unterstützend unter ihren Armen hindurch nach vorne ausgestreckt, dicht hinter ihr, um da zu sein, sollte dennoch etwas schief gehen. Er ließ ihr Zeit, verlor kein Wort mehr und gab ihr den Raum sich zu konzentrieren. Sie sollte dann abdrücken, wann immer sie sich dazu bereit fühlte. Nur einmal korrigierte er leicht ihre Armhaltung und machte sich dann innerlich darauf gefasst, dass sie gleich wieder gegen ihn stoßen würde. Doch zu seiner Überraschung, kaum zerriss der nächste Schuss die Stille, geriet Emily kaum aus dem Gleichgewicht. Die angezielte Dose blieb zwar stehen, aber für den Bruchteil einer Sekunde hatte dafür eine andere leicht gewackelt.
Ihr Hinweis auf das verfehlte Ziel war eigentlich gar nicht nötig und John grübelte darüber nach, ob sie sich nicht sogar ein wenig darüber freute, weil ihr diese Tatsache recht gab und weniger in Johns Karten spielte. Er zog eine Braue tief und brummte ein "Offensichtlich" und verstummte danach. Es war ein Anfang. Und sie stellte sich gar nicht so dumm dabei an, wie zunächst befürchtet. Und ihr Protest war verstummt. "Aber es wird besser," holte er rasch das versäumte Lob nach. "Siehst du? Du stehst noch auf deinen Füßen und du bist gar nicht gegen mich getaumelt. Ich finde, noch ein Schuss, dann wechseln wir die Waffe. Das Gewehr ist schwerer und umständlicher, aber oft die einzige greifbare Waffe in einem Haus und sie ist viel effektiver, als die kleine Kugel aus dem Revolver. Vor allem wenn man auf Outlaws zielen muss.", mahnte er leise an ihre Erfahrung mit der Walton-Gang.






