Die Angelegenheit ließ sich nicht nur nicht mehr abwenden, sie versprach sich auch noch als peinsamer zu erweisen denn ohnehin schon befürchtet: Just als Emily die verhasste Waffe notgedrungen unter Johns strengem Blick hatte aufnehmen müssen, erschien auch noch Sophie, als hätte ein böswilliger Regisseur sie ins Drehbuch eines Stückes aufgenommen, das einzig und allein dazu diente, eine anständige und brave Frau der Lächerlichkeit preiszugeben! Die mollige Britin widerstand nur mühsam dem Drang, den Revolver hinter dem Rücken zu verstecken wie ein kleines Kind, das beim Naschen von verbotenen Bonbons erwischt wird. Dafür lief sie aber tomatenrot an, als das Mädchen hinter sie trat und ihren Mann in einem derart übertrieben höflichen Ton anflötete, dass man keine riesige Empathie brauchte, um zwischen den Zeilen zu lesen. Ganz abgesehen von dem Blick, den sie John schenkte und der einen entschieden vorlauten Charakter hatte, wie Emily fand.
Sie selbst hingegen hätte wer weiß was für ein Schlupfloch gegeben, durch das sie ihrem unerbittlichen Ehemann noch einmal hätte entschlüpfen können. Leichter als sie dachte – nicht schwerer als ihre Pfanne! Männer hatten wirklich manchmal ein Talent zur Untertreibung, das einen zur Verzweiflung bringen konnte. "Es hat doch keinen Sinn, John", jammerte sie leise, während sie widerstrebend gehorchte und den Revolver anhob. Hatte sie eine Wahl? Er führte ihr ja mehr oder minder die Hand. "Für so etwas habe ich kein Talent", behauptete sie, ihre kleinlauten Proteste in der schwachen Hoffnung fortsetzend, dass er sich doch noch erweichen ließe. Oh, was war das nur für ein Land, in dem man von einer Frau erwartete, sich mit einem dieser furchtbaren Schießapparate selbst zu verteidigen?! Nicht zum ersten Mal träumte sie davon, mit John und den Kindern in ihre Heimat überzusiedeln. Dort würde sie mit Waffen nicht in Berührung kommen, und er hätte so etwas auch nicht nötig: Dort hatte ein Mann wie John Diener, die man bewaffnen, und eine Polizei, die man zur Verhaftung gemeiner Verbrecher herbeirufen konnte – Zivilisation nannte sich das.
Doch leider war sie hier in den ehemaligen Kolonien unter Wilden, die noch gewohnt waren, ihre Angelegenheiten persönlich auszuschießen, statt vor Gericht zu gehen wie ein anständiger Christenmensch. Ach, wilde Tiere, Räuber, Mörder... dieses Land bot wirklich alles, um einen früh ins Grab zu bringen! Während ihr Mann Sophie eine recht harsche Abfuhr erteilte, wünschte sich Emily stumm, ihre Stelle mit der des Mädchens tauschen zu können, wobei sie den Revolver wie von ihm angeordnet vor sich hielt und sich unendlich lächerlich vorkam. "Und jetzt?", wagte sie einzuwerfen, vielleicht angesichts ihres Widerwillens etwas spitzer als beabsichtigt. "Dieses Ding ist wirklich furchtbar schwer, John. Und meine Pfanne halte ich auch nicht ewig vor mir ausgestreckt." Oh, oh... ja, da war ihre schlechte Laune wohl etwas mit ihr durchgegangen. Sie wollte ihn schließlich gnädig stimmen, nicht reizen! "Ich hab' schreckliche Angst, dass wieder etwas schlimmes passiert", fügte sie hinzu und versuchte es wieder mit einem flehentlichen Ton. Sophies Anwesenheit hin oder her: Sie wusste doch, alle wussten doch, dass sie mit diesen Dingern nicht umgehen konnte...!
Sie selbst hingegen hätte wer weiß was für ein Schlupfloch gegeben, durch das sie ihrem unerbittlichen Ehemann noch einmal hätte entschlüpfen können. Leichter als sie dachte – nicht schwerer als ihre Pfanne! Männer hatten wirklich manchmal ein Talent zur Untertreibung, das einen zur Verzweiflung bringen konnte. "Es hat doch keinen Sinn, John", jammerte sie leise, während sie widerstrebend gehorchte und den Revolver anhob. Hatte sie eine Wahl? Er führte ihr ja mehr oder minder die Hand. "Für so etwas habe ich kein Talent", behauptete sie, ihre kleinlauten Proteste in der schwachen Hoffnung fortsetzend, dass er sich doch noch erweichen ließe. Oh, was war das nur für ein Land, in dem man von einer Frau erwartete, sich mit einem dieser furchtbaren Schießapparate selbst zu verteidigen?! Nicht zum ersten Mal träumte sie davon, mit John und den Kindern in ihre Heimat überzusiedeln. Dort würde sie mit Waffen nicht in Berührung kommen, und er hätte so etwas auch nicht nötig: Dort hatte ein Mann wie John Diener, die man bewaffnen, und eine Polizei, die man zur Verhaftung gemeiner Verbrecher herbeirufen konnte – Zivilisation nannte sich das.
Doch leider war sie hier in den ehemaligen Kolonien unter Wilden, die noch gewohnt waren, ihre Angelegenheiten persönlich auszuschießen, statt vor Gericht zu gehen wie ein anständiger Christenmensch. Ach, wilde Tiere, Räuber, Mörder... dieses Land bot wirklich alles, um einen früh ins Grab zu bringen! Während ihr Mann Sophie eine recht harsche Abfuhr erteilte, wünschte sich Emily stumm, ihre Stelle mit der des Mädchens tauschen zu können, wobei sie den Revolver wie von ihm angeordnet vor sich hielt und sich unendlich lächerlich vorkam. "Und jetzt?", wagte sie einzuwerfen, vielleicht angesichts ihres Widerwillens etwas spitzer als beabsichtigt. "Dieses Ding ist wirklich furchtbar schwer, John. Und meine Pfanne halte ich auch nicht ewig vor mir ausgestreckt." Oh, oh... ja, da war ihre schlechte Laune wohl etwas mit ihr durchgegangen. Sie wollte ihn schließlich gnädig stimmen, nicht reizen! "Ich hab' schreckliche Angst, dass wieder etwas schlimmes passiert", fügte sie hinzu und versuchte es wieder mit einem flehentlichen Ton. Sophies Anwesenheit hin oder her: Sie wusste doch, alle wussten doch, dass sie mit diesen Dingern nicht umgehen konnte...!






