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HAUS CLAYTON Whispers of Gunpowder - Druckversion +- (https://buffymagazin.de/CamdenVillage) +-- Forum: INPLAY (https://buffymagazin.de/CamdenVillage/forumdisplay.php?fid=10) +--- Forum: THE VILLAGE (https://buffymagazin.de/CamdenVillage/forumdisplay.php?fid=11) +---- Forum: RICHARD-CAMDEN-STREET (https://buffymagazin.de/CamdenVillage/forumdisplay.php?fid=43) +---- Thema: HAUS CLAYTON Whispers of Gunpowder (/showthread.php?tid=2942) |
RE: Whispers of Gunpowder - John Clayton - 09.09.2025 John war inzwischen guter Dinge und er wagte sogar zu hoffen, dass Emily ein gewisses Talent besaß, wenn sie nur seine drei Anweisungen befolgen würde. Natürlich gab es auch so etwas wie Anfängerglück, aber das war seiner Meinung nach schon aufgebraucht gewesen, als Emily beim Abdrücken nicht durch die Wucht der Waffe die Scheune oder den Zaun getroffen hatte. Dass Emily das ganz anders sah, kam nicht überraschend. Aber es zerrte trotzdem stark an Johns Geduld. Er seufzte tief hinter ihr, seine Position nicht aufgebend und schüttelte mit dem Kopf, was Emily jedoch nicht sehen konnte. Daher unterstrich er seinen Unbill auch gleich mit Worten: "Papperlapapp, nichts ist absurd. Das weißt du selbst," er klang weniger streng, als viel mehr verzweifelt, weil ihm langsam die Argumente ausgingen, um Emily gut zu zureden. "Bestimmt hast du vor einigen Jahren niemals zu glauben gewagt, in das Abenteuer Amerika aufzubrechen und doch bist nun hier. Und noch weniger hast du an eine Ehe mit mir geglaubt und dennoch sind wir inzwischen Mann und Frau. Also - warum soll es unmöglich sein, dass du wie alle Frauen in der Wildnis das Schießen erlernst?", es war ihm an diesem Punkt seiner Gedanken angekommen nach wie vor unvorstellbar, wie sich Emily, die inzwischen die Gefahren kennengelernt hatte, die hier draußen lauerten, noch immer so verbissen darum kämpfte, dass Waffen nur in die Hände eines Mannes gehörten. Hätten alle Frauen des Westens so gedacht, hätten es die Pioniere vor ihnen niemals so weit gebracht. Oder im Krieg. Er war so gnädig es auf ihre Herkunft zu schieben. Im feinen England, in einer Stadt wie London, in Anstellung einer Adelsfamilie oder eines reichen Unternehmers waren Waffen in der Hand einer jungen Frau sicher - absurd. "Versuch es einfach. Und gib dein Bestes," sagte er abschließend und hielt seine Hände nach wie vor unterstützend unter ihren Armen hindurch nach vorne ausgestreckt, dicht hinter ihr, um da zu sein, sollte dennoch etwas schief gehen. Er ließ ihr Zeit, verlor kein Wort mehr und gab ihr den Raum sich zu konzentrieren. Sie sollte dann abdrücken, wann immer sie sich dazu bereit fühlte. Nur einmal korrigierte er leicht ihre Armhaltung und machte sich dann innerlich darauf gefasst, dass sie gleich wieder gegen ihn stoßen würde. Doch zu seiner Überraschung, kaum zerriss der nächste Schuss die Stille, geriet Emily kaum aus dem Gleichgewicht. Die angezielte Dose blieb zwar stehen, aber für den Bruchteil einer Sekunde hatte dafür eine andere leicht gewackelt. Ihr Hinweis auf das verfehlte Ziel war eigentlich gar nicht nötig und John grübelte darüber nach, ob sie sich nicht sogar ein wenig darüber freute, weil ihr diese Tatsache recht gab und weniger in Johns Karten spielte. Er zog eine Braue tief und brummte ein "Offensichtlich" und verstummte danach. Es war ein Anfang. Und sie stellte sich gar nicht so dumm dabei an, wie zunächst befürchtet. Und ihr Protest war verstummt. "Aber es wird besser," holte er rasch das versäumte Lob nach. "Siehst du? Du stehst noch auf deinen Füßen und du bist gar nicht gegen mich getaumelt. Ich finde, noch ein Schuss, dann wechseln wir die Waffe. Das Gewehr ist schwerer und umständlicher, aber oft die einzige greifbare Waffe in einem Haus und sie ist viel effektiver, als die kleine Kugel aus dem Revolver. Vor allem wenn man auf Outlaws zielen muss.", mahnte er leise an ihre Erfahrung mit der Walton-Gang. RE: Whispers of Gunpowder - Emily Clayton - 13.09.2025 Ein wenig ermutigte es Emily, dass John sie nicht mehr so energisch zurechtwies. Ihre Queng-- Ihre Argumente waren also nicht ganz spurlos an ihm vorübergegangen! Das versöhnte sie auch mit der Tatsache, dass er nun eher mit ihr sprach wie mit einem trotzigen kleinen Kind. Ein Punkt, in dem die kleine Frau umso empfindlicher war, als sie sich ihres Alters und damit ihrer mit John verglichen kleinen Lebenserfahrung sehr bewusst war. Schon Cassidy behandelte sie eher wie eine Gleichaltrige als wie die Frau ihres Vaters – und es nagte sehr an Emily, dass sie nicht gegen Johns Tochter ankam. Mit ihrer mütterlichen Autorität war es, zumindest bei Cassidy, leider nicht weit her. Nur Timothy hörte auf sie, und selbst der Junge blickte sie manchmal so nachsichtig-verschmitzt an, dass sie sich wieder vorkam wie in ihrer ersten Zeit als Dienstmädchen, in der sie von jedermann belehrt und auf ihre mangelnde Erfahrung hingewiesen worden war. "Das... das stimmt zwar", murmelte sie zögerlich und suchte nach der Stelle, an der sie ihr Aber einflechten konnte. "Aber... alle Frauen?!" Also wenn das nicht absurd war? Als Frau hatte man schließlich das quasi vom Schöpfer verbriefte Recht darauf, eine miserable Schützin zu sein – ein Erbrecht, mit dem sie sich vom Ihm droben im Himmel– ohne lästern zu wollen – gerade arg im Stich gelassen fühlte. Und leider hatte auch John wenig Einsehen mit ihr. Weshalb der molligen Britin nichts anderes übrig blieb, als ein ergebenes "Ja, John" zu erwidern. Sie gab also ihr Bestes. Und fand es viel zu gut. Ungerecht gut! Beinahe wünschte sie sich, sie hätte doch absichtlich daneben gezielt. Was allerdings womöglich, wenn sie recht hatte und als Frau eben einfach nicht schießen konnte, am Ende noch einen weiteren unerwünschten Volltreffer produziert hätte... Johns Lob jedenfalls traf sie tief in ihrem Stolz. "Wirklich? Werde ich besser?", erkundigte sie sich gekränkt und konnte doch schlecht dagegen protestieren. "Nun, ja... da hast du wohl recht", gab sie widerwillig zu. Sie hob gehorsam den Revolver für einen letzten Schuss an – und verschluckte sich fast. "Ich soll m-mit dem... dem Gewehr schießen?!" Auch das noch! Sie hatte schon gehofft, es hinter sich zu haben, und nun wollte er auch noch schwerere Geschütze auffahren! Leider saß der Seitenhieb mit den Outlaws, die Emily entführt hatten, und so konnte sie nur unglücklich dreinschauen. Guter Herrgott, hilf einer armen Sünderin!, dachte sie verzweifelte. Wollte John sie denn ganz und gar zum Flintenweib erziehen und so zum Gespött machen?! Der Revolver war ja schon schlimm genug, aber... das Gewehr...! RE: Whispers of Gunpowder - John Clayton - 30.09.2025 Obwohl sich John ein kleines bisschen siegesbewusst fühlte, spürte er schon bei Emilys nächsten Worten, dass er weit davon entfernt war seine Übungsstunde als Sieg zu verbuchen. Natürlich fand Emily ein Aber, natürlich widersprach sie ihm, natürlich fand sie ein Argument, das gegen seines stand und selbstverständlich zerrte das an Johns Geduld. Auch wenn er keine folgsame Frauen mochte, die hörig und brav allem folgten was ihr Mann befahl, hätte er jetzt sehr viel dafür gegeben, wenn Emily gewusst hätte, nur ein einziges Mal, wann genug genug war. Da er nicht dazu neigte seine Meinung als die einzige in diesem Haus zu betrachten, zumindest nicht stets, und da er keinen Sinn darin sah eine Frau kleinzuhalten, nur damit er seinen Frieden hatte, musste er mit Emilys Widerworten leben. Auch wenn er in der aktuellen Situation innerlich seufzte und die Augen verdrehte, wusste er, das er Emily gar nicht anders haben wollte. "Natürlich nicht alle Frauen," erwiderte er mit etwas Unwille, aber es nutzt ja nichts zu flunkern, um seinen Willen durchzusetzen. Und da Emily auf seine weiteren Anweisungen hin folgte und nicht wieder nach einem Aber suchte, wollte John keinen Streit vom Zaun brechen. Es verwunderte ihn nur stark, dass Emily auf sein Lob hin eher gekränkt wirkte, als sich geschmeichelt fühlte. Das veranlasste John dazu eine Braue kritisch in die Tiefe zu ziehen und Emily von der Seite fragend zu mustern. Wollte sie denn keine Erfolge? Sollten die Schüsse daneben gehen? Ah, jetzt verstand er. So ein kleines raffiniertes Ding - keine Erfolge hießen natürlich, dass sie am Ende recht behielt - eine Frau war nicht zum Schießen geeignet. Gewiss rechnete sie sich ihre Chancen aus, wie schnell John diese Übungsstunden sein ließ, damit sie ihre Ruhe wieder vor diesen "Schießdingern" hatte. Johns Braue wanderte an ihren Platz zurück und er konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, als er sich dazu gratulierte, zum ersten Mal seine Frau richtig "gelesen" zu haben. Aber nicht mit ihm. So schnell konnte sie ihm nicht vom Angelhaken springen. Er war jetzt auf der Hut und gegen ihre Argumente gefeit. Und wenn sie nicht treffen würde, würden sie diesen Abend eben immer wieder wiederholen, bis es endlich funktionierte. Er hatte gewiss den längeren Atem. Ihre Frage nach dem Gewehr klang... bedrückt und John war sich ihrer Angst vor dem Gewehr bewusst. Die Waffe war nicht zu unterschätzen, aber eben, wie er sagte, effektiver. Er wollte, dass Emily zumindest wusste, wie sie ein Gewehr abfeuerte und wenn es nur dazu diente, ihr eine gewisse Sicherheit zu vermitteln, wenn er außer Haus war. Der Revolver sollte doch lieber ihre erste Wahl sein, sollte sie sich jemals ohne ihn wieder in einer Notsituation befinden. Er seufzte hinter ihr leise, bereit ihr die Vorteile der Waffe erneut zu unterbreiten, auch wenn er sich wiederholen würde. Doch kaum öffneten sich seine Lippen, kam ihm ein viel besseres Argument in den Sinn - ein wahres Motivationsgewicht. Eines, von dem sie beide profitieren konnten. Eines, dem sich Emily garantiert nicht entziehen konnte. Während er dieses Mal seine Arme herunternahm, weil Emily den dritten Schuss aus eigener Kraft versuchen sollte, legte er ihr die Hände kurz, aber bestimmend auf die Hüften, so dass sie ihn eng an sich spüren konnte und neigte die Lippen nah an ihr Ohr - kurz nachdem er sich mit einem Blick zum Haus davon überzeugt hatte, dass Sophie nicht noch einmal zurückkehrte oder sich jemand anderes im Garten aufhielt, der Zeuge ihres nicht moralischen Verhaltens wurde: "Du wirst mit dem Gewehr schießen," raunte er leise. "Und wenn du dich ab jetzt besonders anstrengst," seine eine Hand strich ihr sanft an der Seite nach vorne auf ihren Bauch, um eine sachte Bewegung nach unten anzudeuten. "Und mir zeigst, dass du das hier für dich tust, für dich und deine Sicherheit," er hauchte ihr einen Kuss auf den Hals, "dann erwartet dich anschließend jedes Mal im Schuppen eine kleine Belohnung. Eine ganz besondere," ein zweiter sanfter Kuss auf ihre Haut und die sachte Bewegung seiner Hand, die zielstrebig nach unten glitt, ließ sie deutlich wissen, an was John gerade dabei dachte. "Und wenn du jetzt sogar mit dem Revolver triffst," er schluckte, selbst von seiner kleinen blühenden Fantasie an der "Belohnung" sehr interessiert, wie sie hinter sich deutlich spüren konnte: "Dann erlasse ich dir das Gewehr ...", mehr sagte er nicht dazu. Sie wusste, dass er keine leeren Versprechungen machte und wenn Sophie wie angedeutet auf den Kleinen aufpassen würde, würden sie genug Zeit für ein bisschen Vergnügen im Schuppen finden. Dorthin kehrten sie ohnehin seit Wochen regelmäßig ein, um ungestört zu sein. In ihrem vollen Haus kam so einiges zwischen den Laken zu kurz. RE: Whispers of Gunpowder - Emily Clayton - 04.10.2025 In gewisser Weise war es ein zähes Ringen. Es hätte sich für Emily einfach falsch angefühlt, dem eigenen Ehemann direkt zu widersprechen – aber ihn auf gewisse Irrtümer hinzuweisen, war im Gegenteil die Pflicht einer treuen Ehefrau. Und dass er sich mit seinen Plänen gerade gewaltig im Irrtum befand, schien ihr zweifelsfrei festzustehen! Eine Frau, die mit Revolvern und Gewehren um sich schoss – wer hatte denn so etwas schon einmal gehört?! Nun... jedenfalls dort, wo die Menschen gesittet und zivilisiert waren? Ihr Mann, so sehr sie ihn liebte und bewunderte, blieb nun einmal das Kind eines barbarischen Landes, das in London völlig undenkbare, schreckerregende Phänomene wie Wirbelstürme, Grizzlybären und Flintenweiber kannte. Es gehörten alles in allem diese Erkenntnis und ein gerütteltes Maß an der weiblichen Tugend der Geduld dazu, ihm das alles in angemessenen, respektvollen Worten klarzumachen. Doch sie war dazu entschlossen, allein schon, um endlich diese schrecklichen Mordinstrumente aus der Hand legen zu dürfen. "Da siehst du", hakte sie gleich ein, als er widerwillig ein kleines Zugeständnis machte. "Der gute Herrgott hat schon gewusst, wie er die Welt ordentlich einrichtet. Eine Waffe sollte jedem Christen ein Gräuel sein, aber in Frauenhände gehört sie schon gar nicht." Die kleine Frau wusste selbst, dass sie sich damit wiederholte. Aber arbeitet man nicht auch in der Schule mit Wiederholung, um besonders begriffsstutzigen Schülern etwas beizubringen? Und ergriffen nicht viele Frauen den Lehrerberuf? Sprach das nicht für eine natürliche pädagogische Begabung, der sie hier Ausdruck verlieh? Jedenfalls besaß die mollige Britin ein gewisses Einfühlungsvermögen, und das warnte sie in diesem Moment. Sie sah auf, erkannte auf Johns Zügen ein kaum merkliches Grinsen und einen irgendwie... überlegen wirkenden Ausdruck in seinem Blick und wusste, dass sie gerade einen Rückschlag erlitten hatte – warum auch immer. Irgendein Gedanke schien ihn in seinem Vorhaben bestärkt zu haben. Und das wo sie schon gedacht hatte, ihn beinahe soweit zu haben…! Emily verbiss sich eine Nachfrage ebenso wie einen Hinweis auf ihre Frustration. Nicht dass er Morgenluft witterte und am Ende noch sie zum Aufgeben brachte statt umgekehrt! Innerlich seufzend bereitet sie sich darauf vor, dass sie das schon einmal gewonnene Terrain erneut würde erobern müssen, und hob gehorsam wieder die Waffe, um die Geduld ihres Mannes nicht zu überdehnen. Da plötzlich legten sich seine Hände auf ihre breiten Hüften, und sie fühlte seine Lippen dicht an ihrem Ohr, seine... Brust in ihrem... Rücken... und... was hatte er vor...? Irritiert ließ sie den Revolver leicht sinken und spürte eine fast unmittelbar einsetzende, im Moment sehr ungelegen kommende Verwirrung über sich kommen. Seine Worte – sie musste gegenhalten, protestieren, und sei es nur mit sanftem Nachdruck! Aber... er fasste... oh nein, wie unfair! Gleichzeitig mit seinen Forderungen ließ er seine Hände nach vorn zu ihrem Bauch gleiten, dann leicht abwärts, über ihre Röcke... Emily atmete unwillkürlich tief ein. "Aber... aber John...!!" Leider klangen ihre eigenen Worte viel weniger vorwurfsvoll, als sie wollte. Stattdessen fühlte sie ein sehr süßes, verlangendes Kribbeln zwischen ihren Schenkeln und erinnerte sich daran, dass es schon eine ganze Weile zu lang für ihren Geschmack her war, dass er sie zuletzt in den Schuppen gezogen und über die Werkbank gelegt hatte, um... "Aber John...", kam es leise und ganz weich über ihre Lippen. Sie musste... musste schießen... treffen, damit sie nicht mit dem Gewehr... nein, halt! Sie durfte doch nicht treffen... musste... wollte... Ihr wurde ganz blümerant, als sie an die Werkbank und an Johns Hände dachte, die ihre Röcke hochwarfen und dann... Emily kam sich wie eine Verräterin an sich selbst vor, als sie den Revolver wieder hochnahm, mit beiden Händen, den Lauf trotz ihres plötzlich mächtig flatternden Pulsschlags ruhig zu halten versuchte und – oh, Schande über sie! – tatsächlich zielte, so gut sie konnte, ehe sie abdrückte und erneut den Knall hörte und den Rückschlag spürte. "Habe... habe ich getroffen?", fragte sie und bebte leicht. Warum verschwammen die Ziele so vor ihren Augen...? RE: Whispers of Gunpowder - John Clayton - 14.10.2025 Ja, er sah und er hörte vor allem ihren leichten Triumpf in der Stimme. Ihm war durchaus bewusst, dass Emily in ihrem Leben vor Amerika höchstens mit einem scharfen Küchenmesser bewaffnet gewesen sein konnte, aber das änderte nichts an ihrer veränderten Situation. Hier kamen neben den alltäglichen Gefahren von einer Postkutsche überfahren zu werden, auch noch Entführungsversuche von Outlaws dazu. Und gegen die wehrte man sich am besten mit einer Waffe in der Hand. Doch er hatte längst seine eigene Waffe gegen ihren Starrsinn gefunden und hätte er nur im Ansatz geahnt, welchen Sieg sich Emily schon über ihn ausmalte, welche Begriffsstutzigkeit sie ihrem Mann unterstellte, hätte er sie anders eingesetzt - mit Entzug hätte er ihr gedroht, nicht mit Belohnung. Doch selbst wenn er jetzt noch einen leichten Hauch von Ahnung davon bekommen hätte, hätte er nicht mehr umkehren wollen. Denn für ihn stellte die Belohnung durchaus ihren eigenen Reiz da und er hätte nicht einmal mal an Entzug denken können. Im Gegenteil - er hoffte darauf, dass sie jetzt schon traf... Doch selbst jetzt, wo er sie wissen ließ, was er im Sinne hatte, versuchte sie zu protestieren. Ihr Widerwille war wohl doch größer als John bislang vermutet hatte. Aber das war für ihn nichts, um daran zu scheitern. Sie würde schon bald treffen wie der beste Schützenkönig im ganzen County - wenn sie erst einmal regemäßig in den Genuss seiner Belohnung käme. Und natürlich würden sie dieses Training fortsetzen... weil... sein Blick streifte den Schuppen und ein sehnsüchtiger Ausdruck trat in seine Augen - weil sie dort eben jedes Mal enden würden... Was für eine schöne "Ausrede". Kurz seufzte er leise hinter ihr, als sie den Widerstand erneut aufkeimen ließ, nur um zwischen seinen Berührungen und sanften Küssen den Faden zu verlieren. Gut! Er hatte also noch immer seine Wirkung auf sie und er wäre wirklich dumm zu beschimpfen, wenn er diese nicht geschickt für seine Zwecke ausnutzen würde. Für einen Moment ließ er jedoch von ihr ab, als sie die Waffe wieder hob. Er wollte ja, dass sie traf. Da konnte er sie schlecht ablenken. Der Schuss krachte los, etwas zersprang und John kniff ein Auge zusammen, um auf die Entfernung etwas zu erkennen. Ihre Frage ließ ihn allerdings leise lachen, als er den wackelnden Brunneneimer entdeckte: "Kommt darauf an auf was du gezielt hast?" Er hielt seinen Blick auf den Eimer gerichtet, der am Seil über dem alten Brunnen hin und her schwankte und nun ein Loch aufwies. "Ich glaube, damit es ein wenig spannender wird, musst du heute doch noch das Gewehr ausprobieren. Nur ausprobieren," kam er einem Widerspruch zuvor. "Um deine Belohnung zu erhalten. Und du willst sie doch? Dann sei brav und folgsam und leg den Revolver ab und hol das Gewehr," er deutete zum Brunnen, an den er die Rifle gelehnt hatte. "Pass auf, das ist schwerer und nicht so handlich." RE: Whispers of Gunpowder - Emily Clayton - 19.10.2025 In gewisser Weise empfand es Emily als unfair, dass John ihre Ängste seit ihrer Entführung durch die Banditen gegen sie einsetzte. Ohne Zweifel war er jedoch davon überzeugt, ihr etwas gutes zu tun, und darum hätte sie einen stärkeren Protest als bisher gar nicht übers Herz gebracht, respektierte und liebte sie ihn doch, ihren großen, brummigen Mann! Hinzu kam, dass er mit einer Art Zuckerbrot lockte, deren Anziehungskraft sich die kleine Britin nur schwer verschließen konnte. Oh, es war schon eine Weile her, seit er... seine ehelichen Pflichten an ihr vollzogen hatte. Und so sehr es sie wurmte, das Herzklopfen und das angenehme Kribbeln nicht unterdrücken zu können: Bei der Vorstellung, was er mit ihr im Schuppen anstellen könnte, überlief es sie wohlig. Was wohl auch für John selbst eine durchaus reizvolle Idee darstellte, wie sein kurzer Blick in Richtung des Schuppens erahnen ließ... Ungeachtet der Tatsache, dass sie nun beide an der Angel hingen, die er ausgeworfen hatte, konnte sich die mollige Ex-Haushälterin nicht verkneifen, wenigstens noch ein ehrenrettendes Rückzugsgefecht zu liefern, ehe sie seinen Liebkosungen und seinen Küssen erlag. Ihr "Aber John...!" wurde zusehends leiser und weicher, während ihr Atem heftiger ging. Für einen winzigen Moment nur wischte die Frage durch ihr Bewusstsein, was wäre, wenn Sophie oder Cassidy sie so in Johns Armen sähe – von Timothy ganz zu schweigen! Natürlich wussten die Kinder, dass Mann und Frau, nun... gewisse Dinge zu tun nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hatten. Dabei war jedoch, so hatte man es Emily beigebracht, stets Diskretion zu wahren. Alles andere war... vulgär und... scham... los... Ein zittriger Atemzug ließ ihr letztes gehauchtes "Aber John..." verwehen. Kaum dass sie den Revolver noch halten konnte, der ihren Händen zu entgleiten drohte, so wackelig fühlte sie sich. Womöglich war das auch der Grund, warum sie offenbar mit der Waffe ein Loch in den Eimer gestanzt hatte – deutlich ab von ihren eigentlichen Zielen. Schmollend verzog die kleine Britin die Lippen. Wie deutlich sollte es der Herrgott noch demonstrieren? Wenn sie vorbeischießen wollte, traf sie, und gab sie sich widerwillig Mühe zu treffen, ging der Schuss daneben! Dennoch legte sie den Revolver gehorsam beiseite und ging mit einem tiefen, schweren Seufzer, das verhasste Gewehr zu holen. Indem sie es aufnahm und zu ihrem wartenden Gatten zurückkehrte, merkte sie leise an: "Das ist aber nun wirklich schwerer als jede Bratpfanne, die ich je hatte." Von der Unhandlichkeit einmal ganz abgesehen. Zwischen dem Wunsch zu erfahren, ob John sein Versprechen mit dem Schuppen hielte, und dem Widerwillen gegen das Schießen schwankend musterte sie das Gewehr schräg. "Was muss ich jetzt machen?", erkundigte sie sich schließlich ergeben und sagte sich, dass die grässliche Ballerei ja irgendwann einmal vorbei sein musste. Der Eimer hatte schon ein Loch – spätestens wenn sie alles in Reichweite zerschossen hätte, würde John diese Lektion doch wohl beenden müssen. RE: Whispers of Gunpowder - John Clayton - 26.10.2025 "Ich höre dich," raunte John, keineswegs gewillt seinem Treiben ein Ende zu setzen oder ihr den Weg zu dem erwähnten Gewehr freizugeben. Zu reizvoll war es, wie sie unter seiner Verlockung wachsweich wurde. Der Weg hinüber zum Schuppen wäre durchaus kürzer gewesen und wie er fühlen und hören konnte, auch für Emily erstrebenswert zu beschreiten - zu was also warten? Er schluckte und schielte hinüber zu dem niedrigen alten Gebäude. Es wäre so viel... einfacher... Dabei verspürte er nicht einmal ein schlechtes Gewissen, dass er sie so leicht um den Finger wickeln konnte, um zu bekommen, was er wollte. Umgekehrt verhielt es sich ja keineswegs anders. Doch alles Locken und Verführen musste auch einmal ein Ende finden, denn Arbeit lag leider vor ihnen, wie der nächste Schuss und der wackelnde Eimer ihnen beiden deutlich demonstrierten. John fühlte sich jedoch von dem Loch im Eimer mehr amüsiert, als verärgert und sein Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen, während Emily den Colt zur Seite legte und sich der Rifle bediente. Natürlich fand sie gleich wieder etwas zu meckern, aber John war inzwischen bester Laune und winkte daher nur großzügig ab. "Sie zu halten wirst du auch noch lernen. Und ich weiß, sie ist schwer. Aber effektiv. Komm her, dann zeig ich es dir," er winkte Emily näher und trat dabei ein paar Schritte auf sie zu, um ihr das Gewehr abzunehmen. "Ich lasse die Waffe immer geladen im Haus. Aber für den Fall, dass du sie einmal selbst laden musst," erklärte er und drehte die Waffe auf die Seite, damit Emily alles verfolgen konnte. "Ist hier, die Ladeklappe. Du drückst einfach hier am Gehäuse drauf und die Federklappe springt auf. Die Patronen schiebst du dann einzeln durch diese Klappe in das röhrenförmige Magazin. 15 Stück im Ganzen. Dann machst du die Klappe wieder zu. Aber viel wichtiger ist jetzt, was kommt - du musst durchladen, sonst nutzt dir das Gewehr überhaupt nichts. Damit," er deutete auf den Ladehebel unter dem Abzugsbügel. "Jedes Mal. Vor jedem Schuss. Der Hebel befördert die Patrone in das Magazin, dann ist die Waffe schussbereit. Und dann legst du sie an," er hob die Waffe um Emily zu demonstrieren, was sie gleich nachahmen sollte. "Und zwar genauso. Das hintere Ende fest gegen deine Schulter gedrückt, die Verlängerung deines Armes als Stütze. Kimme und Korn in einer Linie, breiter Stand, damit dich der Rückschlag nicht umwirft. Nimm dir Zeit für das Zielen. Atme ruhig und in dem Moment wo du abdrückst, atmest du aus." Er schielte an der Waffe vorbei zu seiner Frau, um zu prüfen ob sie ihm hatte folgen können, dann nahm er die Waffe herunter und hielt sie ihr, mit dem Lauf nach oben gerichtet entgegen. "Jetzt du." RE: Whispers of Gunpowder - Emily Clayton - 31.10.2025 Ohne zu wissen, dass ihr Mann dasselbe tat, schielte auch Emily kurz zum Schuppen und kämpfte mit vagen, aber sehr farbenfrohen Visionen, die ohne den mildernden Umstand ihrer ehelichen Verbindung höchst unsittlich gewesen wären. Die Situation machte die kleine Frau nämlich gleich auf zweierlei Weise unruhig: Da war zum einen der Zwist mit John, der sie in einem negativen Sinne aufregte, zum anderen das, was seine Worte in ihrem Kopf ausgelöst hatten, dieses eher... nicht negativ. Eigentlich sogar ganz und gar nicht! Doch obwohl sie unbewusst beide an das Vergnügen dachten, entschied der Herr des Hauses, dass zunächst die Arbeit zu erfolgen hatte. Was in Emilys Fall bedeutete, dass sie sich weiter mit dem Zielen und Schießen quälen musste. Der durchlöcherte Eimer schien sie anzugrinsen, als stimmte er in seinem Amüsement mit John überein, und die mollige Britin warf dem vermaledeiten Ding einen missmutigen Blick zu. Im Moment war sie beinahe in einer Stimmung, in der sie es begrüßt hätte, den respektlosen Eimer zum Ziel ihrer weiteren Schießübungen erklärt zu sehen. Sie trat zu John, strich sich mit einem Ruck beider Hände die Schürze glatt, wie sie es immer tat, wenn sie sich zu etwas entschlossen hatte, und gab sich Mühe, dem Ladevorgang zu folgen, den er ihr demonstrierte. Himmel, diese Dinger waren ja schrecklich umständlich! Ladeklappe, Federklappe...? Magazin? Ladehebel?! Ja, sollte sie denn hier zum Professor für Gewehrkunde werden?! Zwar wagte sie keinen lauten Einspruch mehr, teils weil ihr Mann schon wirklich unwirsch geworden war, teils wegen des Quasi-Versprechens, was hinterher im Schuppen auf sie warten würde – aber für ein wenig übertrieben hielt sie es schon, was er einer unbescholtenen Frau in einer einzigen Lektion alles zumutete. Indes, es half ja alles nicht, also nahm sie das Gewehr entgegen und drehte es in die Horizontale, trotz ihrer ersten Erfahrung mit dem Revolver überrascht von der Gewichtskraft, die der längere Lauf in der Rotation entwickelte. Wie er sie angewiesen hatte, drückte sie das hintere Ende gegen ihre Schulter, versuchte den Lauf halbwegs gerade und ruhig zu halten und spähte über... wie hatte das gleich geheißen...? ...über Kümmel und Korn? Na, jedenfalls spähte sie angestrengt in die Richtung, in der ihr Schuss landen sollte. "So?", erkundigte sie sich, kniff ein Auge zusammen, um ihre Kooperationsbereitschaft zu dokumentieren, und suchte blind tastend nach dem Hebel, um die Waffe bereit zu machen. "Ist es so richtig?" RE: Whispers of Gunpowder - John Clayton - 07.11.2025 Da keine Widerworte erfolgten und Emily auch keine weiteren Fragen stellte, ging John davon aus, dass seine Erklärungen bei ihr angekommen waren und sie deshalb entschlossen zum Gewehr griff. Zufrieden fiel sein Lächeln entsprechend aus - auch ein wenig Stolz auf seine Frau lag darin - und trat dann etwas zurück, um wieder hinter Emily in Position gehen zu können. Der Rückschlag seiner Rifle würde größer und für Emily gewiss überraschend heftig ausfallen, da wollte er kein Risiko eingehen. "Leg deine Hand als Stütze etwas weiter vorne an," wies er sie kurz an, als er ihre Schwierigkeiten beim Halten der Waffe beobachtete. "Ansonsten, ja, alles richtig bis jetzt. Du kannst zielen und abdrücken. Ich hab für dich einmal durchgeladen," erklärte er weiter. Er wollte ihr die Übung ja nicht vom ersten Tag an so unmöglich schwer gestalten, dass sie in Zukunft ihre Mitarbeit verweigerte. Ganz gleich was er ihr im Schuppen dafür jedes Mal in Aussicht stellen würde. "Halt sie ganz nah an dich gedrückt," riet er weiter und griff unter ihre Arme an ihr vorbei um ihr ein wenig beim Abstützen der Waffe zu helfen. Besser sie hatte einen kleinen Erfolg, anstatt die nächste Niederlage. "Ein wenig mehr nach links," murmelte er an ihrem Ohr. "Und dann etwas tiefer. Wir zielen auf die Dose, die ist etwas breiter," murmelte er weiter und weil er gerade daran dachte, dass seine Hilfe auch dazu führen würde, dass sie schneller im Schuppen endeten und im Haus alles noch immer angenehm still blieb, fügte er vollkommen aus dem Kontext gerissen hinzu: "Ich glaube, wenn wir hier fertig sind, werde ich mich bei Sophie entschuldigen müssen. Für eben. Das war nicht fair," immerhin waren Sophies Dienst im Haus nicht zu unterschätzen. Auf sie war im Gegensatz zu Cassidy verlass. Und ohne dass sie es wusste, ermöglichte sie Emily und John auch ein wenig ehelichen Spaß, der im Haus kaum bis gar nicht mehr in Frage kam, weil sie niemals alleine waren oder ihr kleiner Sohn ständig irgendetwas von Emily einforderte. Es war höchste Zeit, dass John seinen Groll bezüglich jenes Abends in seinem Haus vergaß, als er Cassidy und Sophie im Badezuber erwischt hatte, um einen ungeheuerlichen Verdacht seit jenem Tag nicht mehr abzulegen... Vielleicht nicht gleich ganz vergaß, aber doch zur Seite schieben konnte. "Meinst du wir schulden Sophie nicht auch eine kleine Bezahlung, für all das, was sie bislang im Haushalt für dich gemacht hat? Ich weiß, sie darf dafür umsonst bei uns wohnen... Aber ich dachte, eine kleine Anerkennung wäre nicht verkehrt?" RE: Whispers of Gunpowder - Emily Clayton - 07.11.2025 Der Klügere gab bekanntlich nach, und da der Klügere in diesem wie in so vielen anderen Fällen die Klügere war, tat Emily wie ihr geheißen. Die Waffe wog ziemlich schwer in ihren Händen, der gezogene Lauf ließe sich gewiss nicht lange auf ein Ziel gerichtet halten, ohne dass sie anfinge zu zittern. Da John ihr aber im wahrsten Sinne Schützenhilfe leistete wie ein Lehrer, der seine Schülerin unbedingt eine Prüfung bestehen sehen will, kniff sie einmal mehr ihr eines Auge zu, versuchte die Sichtlinie mit dem anderen über dem Lauf mit der anvisierten Dose in Deckung zu bringen, stellte überrascht fest, dass sich das trotz des höheren Gewichts leichter bewerkstelligen ließ als mit dem Revolver, atmete noch einmal tief durch und drückte ab. Beim zweiten Versuch, denn beim ersten rutschte ihr schweißnasser Finger vom Abzug, der sich für das Empfinden der kleinen Frau recht störrisch zeigte – oder lag es daran, dass der Konstrukteur des Gewehrs Schützen mit größeren Händen im Sinn gehabt hatte? Jedenfalls löste sich der Schuss mit vernehmlichem Krachen. Die Ex-Haushälterin verspürte einen kräftigen Ruck an der Schulter und war heilfroh, nach Johns Anweisung gehandelt zu haben, sonst hätte sie nun vermutlich eine kräftige Ohrfeige vom Schaft der Waffe bekommen. Sie spähte nach der Dose. War ein Loch in dem Metall...? Es ließ sich nicht sagen, denn Emilys Ziel war nicht mehr in Sicht. "Sie ist weg!", meinte die mollige Britin ganz verblüfft und ein wenig enttäuscht. Dann, als ihr aufging, was das bedeuten musste, erkundigte sie sich hastig: "Heißt das... heißt das, ich hab' sie getroffen?!" Tatsächlich: So musste es wohl sein. Sie konnte sich das Abhandenkommen der Dose nicht anders erklären. "Ich habe getroffen!", stellte sie ungläubig fest. Schon wieder getroffen... das war nun schon das zweite Mal – aber, so tröstete sie sich, bestimmt nur eine Folge des männlichen Einflusses auf diesen Versuch, denn John hatte ja nun recht prominent in ihre Bemühungen eingegriffen. Immerhin aber mochte das Ergebnis ihn zufriedenstellen, was ja recht gut war. Denn hatte er ihr für den erfolgreichen Abschluss der Übung nicht etwas versprochen...? Mit einem leisen Kribbeln im Bauch wandte sie sich zu ihm um und begann mit einem leisen Erröten: "John? Du hast doch vorhin etwas vom Schuppen--" Er brachte sie zum Schweigen und einmal mehr aus dem Konzept, als er ohne Vorwarnung das Thema wechselte. Unfair? Entschuldigen? Oh... "...ja", murmelte sie. "Ja, vermutlich schon..." Und blinzelte ihn verwirrt an. Dann, noch ehe sie den Mund öffnen konnte, um zu ihrem Thema zurückzukommen, legte er noch nach. "Eine Anerkennung", echote die kleine Frau begriffsstutzig. "Nun... tja, eigentlich schon", gab sie endlich zu. Als ehemalige Haushälterin wusste sie schließlich, wie wichtig und wie schweißtreibend die Hausarbeit war und hatte alle Sympathien für jedes weibliche Wesen, das dafür eine angemessene Entlohnung erwartete. Im Fall eines jungen Mädchens wie Sophie eben etwas Geld, im Falle einer verheirateten Frau wie ihr hingegen... "Sag, können wir das nicht später besprechen", wisperte sie und lächelte verlegen. "Nach dem... Schuppen?" |